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Poison the Pain – Botox gegen Migräne

Mit Botox können Sie besser aussehen. Wussten Sie, dass Sie sich dadurch auch besser fühlen können? Darüber hinaus geht es hier nicht nur um Selbstwertgefühl. Migränepatienten, die einige Falten in der Stirn glätten wollten, entdeckten eine glückliche Nebenwirkung der kosmetischen Behandlung – weniger Migräne.

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Botox, Botulinumtoxin Typ A, ist ein Neurotoxin, das vor allem für seine Verwendung bei der Glättung von Falten bekannt ist. Die FDA genehmigte es ursprünglich 1989 zur Behandlung von Augenmuskelstörungen, und die kosmetische Verwendung erfolgte später.

Es wird angenommen, dass Botox die Muskeln schwächt oder lähmt, indem es die Freisetzung des Neurotransmitters Acetylcholin (ACh) stoppt oder verlangsamt. ACh überträgt das Signal von Nerv zu Nerv, um eine Muskelkontraktion zu verursachen. Wenn die ACh-Produktion gehemmt ist, entspannen sich die Muskeln, einschließlich derer, die Falten verursachen.

Acetylcholin ist auch ein Neuromodulator. Dies bedeutet, dass es die Funktionsweise anderer Neurotransmitter beeinflusst. ACh regt abwechselnd Nervenenden an und beruhigt sie. Diese Fähigkeit, die Erregbarkeit zu unterdrücken, kann Migränepatienten helfen. Eine Theorie über Migräneursachen basiert auf der Idee einer Kaskade von Nervenerregung im Gehirn, die die Arterien im Gehirn bewegt. Dies wiederum stimuliert die Nervenempfindlichkeit, die die Arterie weiter entzündet, in einem Teufelskreis.

Botulinumtoxin ist das gleiche Mittel, das von verdorbenen Lebensmitteln produziert wird und Botulismus verursacht. Bei medizinischer Anwendung wird das Toxin direkt in die Muskeln injiziert und nicht in den Blutkreislauf aufgenommen. Die zur Verursachung von Botulismus erforderliche Toxindosis ist signifikant höher als bei medizinischen Anwendungen.

Wie bei den meisten prophylaktischen Migränebehandlungen kann es mehrere Wochen dauern, bis Botox-Injektionen wirksam werden. Je nach Studie hat sich Botox bei 60-90% der Studienteilnehmer als wirksam bei der Reduzierung von Migräne erwiesen. Die Injektionen sollten im Abstand von mindestens drei Monaten erfolgen und die Wirkung sollte zehn bis dreizehn Wochen anhalten. Botox ist derzeit nicht von der FDA als Migränebehandlung zugelassen.

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